Aus der Praxis: Rückenschule wenig erfolgreich

Neulich kam eine Bekannte zu mir und meinte ich müsste ihr mal helfen. Sie hatte Schmerzen im unteren Rücken, konnte sich jedoch noch mit Einschränkungen bewegen, sodass sie einige Übungen machen konnte. Später bemerkte sie , dass sie auch verspannte Schultern und bestimmt einen Haltungsschaden hätte. Ärztlicherseits gab es aber keinen negativen Befund. Ich schaute mir ihren Rücken an und sagte ihr mit einem schmunzeln das sie perfekt sei. Sie musste lachen und dankt für das Kompliment. Ich bemerkte noch scherzhaft das ihr die Muskeln fehlen würden. Als ich sie nach der Rückenschule fragte die sie besucht, erzählte sie mir, dass sie immer noch regelmäßig hingehe.
Rückenschule gut und schön, aber wo bleibt der Erfolg.
Was du brauchst ist ein differenziertes, dynamisches Krafttraining für deine Rücken-, Bauch- und Schultergürtelmuskulatur. Durch ein solches Krafttraining wirst du Erfolg haben und deine Beschwerden werden verschwinden.
Dynamische Rückenstrecker Übungen gegen Widerstand kamen im Rückenkurs nicht vor, und Übungen mit Rotationsbewegungen schon gar nicht. Statische Rückenstrecker Übungen und isometrische Haltearbeit bringen sicherlich einen anfänglichen Kraftzuwachs, aber sie bringen nichts in Bezug auf die Funktionalität der Bauch- und Rückenmuskulatur wie den Oberkörper sicher im Raum bewegen zu können, oder unter Last zu stabilisieren, wie es im Alltag oft gefordert wird. Es wird oft vergessen oder einfach im Training nicht berücksichtigt, dass die Wirbelsäule aus einer Vielzahl echter Gelenke besteht (eine häufig vorkommende Arthrose ist die der Facettengelenke) und Gelenke brauchen um gesund zu bleiben viel Bewegung und kräftge Muskeln die sie umgeben und schützen. Muskel brauchen adäquate Widerstände und müssen über volle Bewegungsamplituden trainiert werden um leistungsstark und alltagtauglich zu werden.
Meine Argumente und die gezeigten Übungen überzeugten sie und sie beschloss nun regelmäßig zum Training zu kommen.

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Muskelkrafttraining und passiver Halte- und Bewegungsapparat.

[aus Klaus Zimmermann: Gesundheitsorientiertes Muskelkrafttraining]

Aufgrund der untrennbaren Verbindungen sowie vielfältigen Wechselwirkungen zwischen aktivem und passivem Halte- und Bewegungsapparat ist davon auszugehen, daß Krafttrainingseffekte über die muskuläre Ebene hinaus gleichfalls die passiven Strukturen prägen.

Muskuläre Wirkungen auf Wirbelsäule und Gelenke.

Eine durch ein Krafttraining erreichbare harmonische Entwicklung der die Wirbelsäule und Gelenke umgebenden Muskulatur stellt eine unabdingbare Vorraussetzung für die Funktionsstabilisierung des passiven Halte- und Bewegungsapparates dar. Erst dadurch kann eine physiologische Körperhaltung und die muskuläre Absicherung von Wirbelsäule und Gelenken gewährleistet, sowie Haltungsfehlern und damit verbundenen vorzeitigen Verschleißerscheinungen bzw. Schädigungen von Wirbelsäule und Gelenken vorgebeugt werden.

Als ein Beispiel für den negativen Einfluß von muskulärer Fehlfunktion sei auf die Verhältnisse im Becken- / Lendenwirbelsäulenbereich verwiesen. Eine relative Schwäche der das Becken aufrichtenden Bauch- und Gesäßmuskulatur in Verbindung mit einer Verkürzung des lumbalen Anteils der Rückenmuskulatur sowie der Hüftbeugemuskulatur (Dysbalance zwischen Bauch-/Gesäßmuskulatur einerseits und Rückenmuskulatur /Hüftbeugern andererseits) bewirkt eine Beckenkippung nach vorn und damit eine belastungsmechanisch ungünstige hyperlordotische Einstellung der Lendenwirbelsäule. Bedingt durch dieses muskuläre Ungleichgewicht kommt es zum Haltungsfehler „Hohlrücken“ und der Gefahr des Entstehens von daraus resultierenden Haltungsschäden.

Wie verschiedene Studien zeigen, besteht eine indirekte Korrelation zwischen dem Funktionszustand der wirbelsäulensichernden Muskeln und dem Beschwerdebild der Wirbelsäule. Durch ein Muskeltraining, welches zur muskulären Stabilisierung der Wirbelsäule bzw. zum Abbau der muskulären Dysfunktionen beiträgt, kann selbst bei Rückenpatienten eine deutliche Reduzierung der Kreuzschmerzen erreicht werden, was die Bedeutsamkeit des Krafttrainings im Rahmen der Prävention unterstreicht. Bekannt ist auch, daß das Fehlen einer ausreichenden Muskelsicherung eine erhebliche Mehrbelastung verursacht. Durch ein gezieltes Auftrainieren der Muskulatur ist umgekehrt eine wirbelsäulenentlastende Wirkung zu erreichen. So konnte nachgewiesen werden, dass durch ein Training der Bauchmuskulatur die Druckbelastung auf die lumbalen Zwischenwirbelscheiben um etwa 30% reduziert und dadurch die Bandscheibenbeschwerden verringert werden konnten.

Trainingseffekt auf die Knochen

Muskuläre Belastungen führen nicht nur zu Anpassungen des aktiven Halte- und Bewegungsapparates, sondern erfassen auch die
Strukturen des passiven Halte- und Bewegungssystems.So ist die Ausbildung der Knochenmasse und -struktur eine Funktion der Belastung. Die durch das Wechselspiel von inneren Kräften (Muskelkräften) und äußeren Kräften (vor allem Gewichtskräften) verursachte mechanische Beanspruchung der Knochen auf Zug, Druck, Biegung sowie Torsion, wird -besonders wenn sie intermittierenden Charakter trägt, wie das u.a. für das dynamische Krafttraining typisch ist- als funktioneller bzw. formativer Reiz angesehen.

Über eine belastungsbedingte erhöhte Synthese von organischer Knochengrundsubstanz (Kollagensynthese) und eine gesteigerte Einbaurate an Kalzium -beides erfolgt über eine vermehrte Aktivität der Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen)- kommt es zu den An- und Umbauten, die eine erhöhte mechanische Belastung garantieren. Die Anpassungen vollziehen sich dabei sowohl auf die Knochenrinde (Kortikalisdicke) als auch auf die Verstärkung der Knochenbälkchenstruktur (Spongiosa). Die Wichtigkeit muskulärer Aktivität wird auch durch das Verhalten des Knochen bei Immobilisation deutlich. In zahlreichen Studien konnte belegt werden, daß sowohl die Ruhigstellung einzelner Skelettabschnitte (z. B. Gipsverband), als auch längere Bettlägerichkeit nicht nur zu einer Muskelatrophie, sondern auch zu einer teilweisen dramatischen Abnahme der Knochensubstanz führt. Auch unter normalen Lebensbedingungen kommt es mit fortschreitendem Lebensalter u.a. bedingt durch zunehmende körperliche Inaktivität zu einem Knochensubstanzverlust.

Durch ein dynamisches Krafttraining kann ausgehend vom gegenwärtigen Erkenntnisstand am wirkungsvollsten dem Knochenabbau begegnet bzw. der Knochenaufbau gefördert werden.

Personal Krafttraining

Karlo TrivelliIch biete differenziertes Krafttraining zur Leistungssteigerung im Sport, zur Verbesserung der allgemeinen Fitness, zur Figurverbesserung und als Vorbeugung vor Rücken- und Gelenkproblemen denn eine gute trainierte Muskulatur ist der wirkungsvollste Gelenkschutz. Dann werden Coxarthrose, Knie- und Fußprobleme, Schulterverspannungen und Rückenprobleme Vergangenheit sein. Durch meine umfangreiche Ausbildung in Theorie und Praxis und durch meine langjährige eigene Erfahrung kann ich Ihnen mit einem Repertoire von einigen hundert Krafttrainingsübungen einen qualifizierten und abwechslungsreichen Trainingsplan versprechen.

Trainingsmöglichkeiten:
Bei Ihnen: Entweder mit eigenem Equipment oder ich bringe Entsprechendes mit.
Bei mir: Kleiner Kraftraum mit Geräten vorhanden.
Im Studio: Fitnessstudio, in dem Sie Mitglied sind oder als Gast mit mir.

Ihr Karlo Trivelli
Master-Fitness-Trainer
Master Gesundheitscoach (Ausbildung)
C-Trainer LNB Bewegungslehre
C-Trainer Leichtalthletik Wettkampfsport

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